Die Kündigungszustellung durch einen neutralen Boten ist in der Praxis eine besonders sichere Methode, wenn der Zugang zuverlässig dokumentiert werden soll.
Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass der Bote nicht nur den Einwurf in den Briefkasten bezeugen kann, sondern auch bestätigen kann, welches Schreiben zugestellt wurde. Dadurch lassen sich Zugang und Schreiben deutlich besser nachweisen als bei vielen Postzustellarten.
Wichtig ist, dass die Zustellung nicht durch den Absender selbst erfolgt. Auch Personen, die dem Absender eng zugeordnet sind, etwa Mitglieder der Geschäftsleitung, Geschäftsführer oder Prokuristen, sind als Botenzusteller häufig ungeeignet, wenn sie im Streitfall nicht als neutrale Zeugen angesehen werden.
Optimal ist eine unabhängige und unbeteiligte Person, die den Zustellvorgang objektiv dokumentiert. Bestreitet der Empfänger später den Zugang der Kündigung, kann der Bote den Ablauf und den Zeitpunkt vor Gericht schildern und bezeugen, welches Schreiben eingeworfen wurde.
Die Zustellung per Bote ist daher besonders dann sinnvoll, wenn eine Kündigung fristgebunden, streitanfällig oder rechtlich besonders wichtig ist.